Wie ich werde

Zwei Jahre später

Die (gefühlt) unendliche Geschichte, Version Stephan

Zwei Jahre, zwei Rehas, noch mal vier OPs  und einen Winter in einer psychosomatischen Fachklinik später führe ich derzeit das (hoffentlich vorübergehende) Leben eines Frührentners, geplagt von verbliebenen, weiter bestehenden körperlichen Symptomen (linksseitige Taubheitsgefühle in einigen Regionen, Spannungsgefühl im Skalp mit nur noch seltenen Kopfschmerzen, Probleme mit den Augen…), daraus resultierender Arbeitsunfähigkeit, gelegentlichen depressiven Phasen und der beruflichen Perspektivlosigkeit.

Lieblingsthemen: Hoffnung , Geduld und Dankbarkeit

Täglich erinnere ich mich an den Spruch einer Mitpatientin in der stationären Reha im Medical Park Tegel: „Herrgott, gib’ mir Geduld, aber ein bisschen zackig, wenn’s geht!“. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten und diesen typischen Berliner Humor, den ich so besonders mag; und sie hatte das gleiche Geduldsproblem wie alle Patienten dort. Meine Geduld währt jetzt schon über zwei Jahre, Gott hat mein entsprechendes Gebet (noch) nicht erhört. Aber ich sage mir immer wieder voller Hoffnung: Es wird einen Sinn haben, dass ich weiter hier bin, offensichtlich war’s das noch nicht. Um die weiteren Schritte zu dokumentieren gibt es mit der Unterstützung einiger feiner Menschen nun dieses Blog (besonderer Dank an Karmapunktesammler Markus Dreesen, der mich in die Geheimnisse von wordpress eingeweiht hat). Außerdem tiefe Dankbarkeit für alle Menschen, die in den letzten beiden Jahren an meiner Seite sowie bei meiner Familie waren: In all dem Chaos ist diese Erfahrung ein großer Segen. Das sind die Lichter, die mich und meine Familie begleitet haben seit dem Schock meines Lebens

Wie ich werde und was aus mir wird, kannst Du verfolgen, indem Du die aktuellen Blogeinträge liest

6 Gedanken zu „Wie ich werde“

  1. Sehr geehrter Herr Hampe; wir erfuhren von unserer Tochter Britta Bartelt von Ihrem Schicksal und waren in Gedanken bei Ihnen. Meine Familie und ich wünschen Ihnen baldige komplette Genesung.

  2. Lieber Herr Langner, wir kennen einander nicht, es gibt nur die Verbindung über Britta, dennoch freue ich mich natürlich sehr über Ihre lieben Worte und guten Gedanken, vielen Dank für Ihren Besuch auf meinem Blog!

  3. Lieber Stephan,
    so oft sind meine Gedanken zu Dir und Deinem Schicksal gewandert, ich habe Dir soviel Kraft gewünscht und gute Wünsche auf den Weg geschickt – und mich leise immer wieder gefragt, was wohl aus und mit Dir geworden ist.
    Heute bin ich einem Impuls gefolgt und habe nach längerer Zeit mal wieder nach Dir gesucht – und endlich sehe ich Deinen Blog, du bist da und trägst immer noch den Frieden im Herzen, egal, wie es außen aussieht – “ Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Nie werde ich Deinen Gospel-Auftritt in der Kirche vergessen. Ich wünsche Dir Kraft für alles was noch kommt und weiterhin soviel unerschöpfliche Liebe – der Planet wäre ohne Dich sehr viel kälter geworden. Mach Dir keine Sorgen, den Rest schaffst Du auch noch!
    Ganz viele liebe Grüße Friederike

  4. Lieber Stephan,
    was passiert ist, kann man bei allem Mitgefühl dann doch nicht mitfühlen. Aber was passiert ist, ist das eine, wie man damit umgeht, das ist es ja oft, worum es geht im Leben. Und wie Du Dich stellst, wie Du kämpfst, wie Du darüber berichtest, das ist so stark und so sensibel gleichzeitig, so lebensbejahend und mit Sicherheit für so viele andere Menschen sehr vorbildlich. Du hattest einen Schutzengel und viele liebe Engel um Dich herum, allein die Einträge hier in Deinem Blog sind sehr berührend. Bleib stark & sensibel, viele Menschen sind für Dich da, viele denken an Dich,
    liebe Grüße,
    Maria

    1. Liebe Maria, danke für Deinen Kommentar, Du bist jetzt schon die dritte, die mir sagt, ich sei ein „Vorbild“. Das macht mich ganz verlegen. Aus meiner Warte, mache ich einfach, „was dran ist“, so wie immer schon. Und das ist diesmal so was von schwer. Aber ist mit Engeln wie Dir (Du warst ja auch einer ser ersten Stunde!) gut zu tragen. Nochmals 1.000 Dank! Und jetzt aktiviere ich meinen domerang-account!

  5. “Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.”
    (Paulus, 1 Kor 13,13)

    Lieber Stephan,
    ich kenne dich nicht wirklich, habe aber das Gefühl dich, durch deine emotional offenen, wahrhaftigen Worte hier auf diesen Seiten, irgendwie schon länger zu kennen… deine Art zu schreiben, was dich tief im Herzen bewegt und das trotz deines Schicksales so „humorvoll“ auszudrücken, ist eine wirklich große Kunst! Als ich deine Lieblingsthemen gelesen habe, habe ich sofort an Glaube, Liebe, Hoffnung gedacht, die drei göttlichen Tugenden.
    Und du hast sie dir alle bewahrt, das ist das Wichtigste und gibt dir die Kraft und den Mut für dein Leben!

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